Parallels greift VMware an
Mai 29, 2008 at 12:15:32 | By michaelburger | Category: News | Sende Feedback »
Nach der Umfirmierung von SWsoft zu Parallels stellt sich das Unternehmen neu auf: Virtuozzo wird als Produktname für Enterprise-Virtualisierung beibehalten und durch die klassischen Parallels-Produkte ergänzt. Parallels ist als Branding von SWsoft durch seine hervorragenden Virtualisierungsprodukte für die Mac-Plattform groß geworden. Diese Richtung wird ebenfalls weiter ausgebaut.
Während SWsoft ausschließlich im Hosting-Sektor dominierend war, hat Parallels offensichtlich den deutlich lukrativeren Markt der Endkunden im Enterprise-Umfeld im Fokus. Die aktuelle Produktlinie greift sowohl aktuelle Trends wie VDI auf und ergänzt diese durch ausgereifte Automationslösungen, die dem Hosting-Markt geschuldet sind.
Da VMware jedoch den unbestreitbaren Vorteil einer extrem hohen Marktpenetration im Enterprise-Umfeld hat, testen sehr viele Entwickler ihre Produkte auf dieser Plattform und erteilen dementsprechende Freigaben für einen produktiven Betrieb ihrer Software. Der Kunde kann sich damit sicher sein, dass ein Softwarehersteller ihm nicht plötzlich den Support mit dem Hinweis auf eine nicht unterstützte Plattform entzieht. Parallels hat dieses Problem erkannt und baut nun auf ein Zertifizierungsprogramm, das Softwareherstellern die Möglichkeit gibt, ihre Produkte auf Kompatibilität mit den Virtualisierungslösungen von Parallels zu testen und zertifizieren. Die Zertifizierung umfasst Parallels Virtuozzo Containers, Desktop for Mac, Server und Workstation.
Ob das alleine ausreichen wird, ist fraglich. Konkurrierende Plattformen wie Xen und Hyper-V erreichen vor allem durch ihre preisliche Attraktivität schnell ein großes Publikum. Das ist auch gut so, denn dadurch war VMware in der Vergangenheit bereits gezwungen, vormals teuer zu bezahlende Produkte wie den GSX-Server einzustampfen und in ein kostenloses Produkt "VMware Server" zu überführen. Auch der "VMware Player" als kleiner Bruder der Workstation-Plattform steht zum freien Download bereit und ist für die meisten Anwender völlig ausreichend.
Das Problem des mangelnden Softwarehersteller-Supports kennt VMware selbst, da Microsoft die Support-Leistungen oftmals versagt, bis der Kunde das Problem auf einer unterstützten Hardware-Plattform nachstellen kann. Diese kann dann wiederum eine Virtualisierungsplattform sein, jedoch nur sofern sie von Microsoft stammt.






